Informationen zur Covid-19-Impfung in unserer Praxis!

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

hier erhalten Sie alle notwendigen Informationen zur Covid 19-Impfung in unserer Praxis.
Was gibt es Neues:


Mittlerweile gibt es erfreulicherweise keinen Impfstoffmangel mehr in Deutschland. Zugelassen sind weiterhin die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna sowie die Vektor-Impfstoffe Johnson/Johnson und Vaxzevria/Astrazeneca (beide von der STIKO primär für die > 60Jährigen empfohlen, nach individueller Aufklärung allerdings bei allen > 18Jährigen einsetzbar).

Über die letzten 1,5Jahre sind viele Millionen Menschen mit diesen Impfstoffen geimpft worden, so dass eine sehr große Wissens-/und Datenmenge über die Impfungen und Ihre Wirkungen innerhalb kürzester Zeit gesammelt werden konnte. In sehr geringen Zahlen kam es zu schwerwiegenden Impfnebenwirkungen. Die Impfreaktion kann allerdings kontrolliert beobachtet werden und bei Komplikationen kann man kurzfristig handeln. Die Coronainfektion kommt ungeplant, unverhofft und vor allem ist sie unberechenbar. Ja, viele überstehen sie unbeschadet. Aber es gibt auch sehr viele Menschen, die daran versterben oder lebenslang an schwerwiegenden, lebensverändernden Folgen leiden müssen. Und das können auch die jungen Patienten sein.

Wir bitten Sie also: lassen Sie sich impfen! Um gemeinsam die Pandemie zu besiegen und damit wir keine weiteren Todesfälle in unserem Patientenstamm zu beklagen haben.

Aufgrund der nachlassenden Impfnachfrage impfen wir in der Praxis nur noch wenig. Aktuell ist noch Impfstoff von Johnson vorrätig, welcher Sie schon mit nur einer Impfung schützt. Wir wären froh, wenn wir diesen Impfstoff nicht demnächst im Müll entsorgen müssen.

Aber da wir immer mehrere Patienten für einen Impftermin zusammen bekommen müssen (5Johnson, 6 Biontech), verweisen wir aktuell primär an die Impfzentren, wo man mitterlweile nur noch vorbeifahren muss. Eine Terminvereinbarung ist nicht mehr notwendig.

Ihr Praxisteam Jun

Der Ablauf in unserer Praxis:

Impfanmeldung/Terminierung:

  • Zur Anmeldung schicken Sie uns bitte eine mail an info@praxis-jun.de mit Ihren vollständigen Daten: Name, Telefonnummer, Alter, Priorisierungsgruppe (ggfs. Attest), Impfstoffwunsch/Ablehnung
  • Wir tragen Sie in unserer Warteliste ein > bitte sehen Sie von weiteren Rückfragen ab! Aus Zeitgründen ist es uns leider nicht möglich, jedem eine Empfangsbestätigung auszustellen.
  • Sobald wir Ihnen einen Termin anbieten können, rufen wir Sie an und teilen Ihnen diesen für die folgende Woche mit.
  • Es ist dringlich notwendig, dass Sie sich bereits vor dem Impftermin alle erforderlichen Unterlagen (s.u.) besorgen, sorgfältig durchlesen und vollständig ausfüllen. Diese müssen zum Termin entsprechend mitgebracht werden.

Notwendige Unterlagen:

  1. Impfpass (sollten Sie ihn nicht mehr finden, erhalten Sie von uns eine vorübergehende Impfbescheinigung oder einen neuen Impfpass)
  2. Krankenversicherungskarte
  3. Anamnesebogen/Einwilligungsbogen
  4. Informationsblatt Impfstoff
    • mRNA-Impfstoff (Biontech/Moderna)
      Infomaterial
    • Vektor-Impfstoff (Astrazeneca/Vaxzevria, ggfs. Johnson und Johnson, Sputnik V)
      Infomaterial
  5. Alternativ können Sie sich auch die Unterlagen in unserer Praxis abholen.

Bitte bringen Sie sowohl auch den Anamnese-/Einwilligungsbogen als auch das Informationsblatt Impfstoff unterschrieben zur Impfung mit.

Impfablauf:

  • Kommen Sie bitte pünktlich zu Ihrem Termin incl. der vorbereiteten Unterlagen
  • Aufklärungsgespräch durch den Arzt/die Ärztin
  • Impfung-15-30 Min Beobachtungszeit
  • Verabschiedung mit bereits vereinbartem Termin zur Zweitimpfung

Impfstoffe:

Gefahr der allergischen Reaktion-mRNA-Impfstoffe:

  • Überempfindlichkeit gegen Polyethylenglycol PEG (enthalten in Kosmetika, Arzneimittel und als Macrogol in v.a. Darmspüllösungen und Laxantien
  • Trometamol (Arzneimittel)

Vektorimpfstoffe:

  • Polysorbat 80 (Arzneimittel, Lebensmittel)

Impfabstände

  • Biontech: -3-6 Wochen
  • Astrazeneca/Vaxzevria: 8 Wochen in unserer Praxis (4-12 Wochen lt. Zulassung) > die empfohlenen 12 Wochen dürfen seit kurzem verkürzt werden. Die aktuelle Studienlage zeigt allerdings, dass sich bei einer Verkürzung des Zeitintervalls unter 8 Wochen die Wirksamkeit von >75% auf bis ca. 50% reduziert. Die erste Impfung schützt bis zu 12 Wochen schon ausreichend vor einer Infektion.

Nebenwirkungen:

  • Allgemein: Schmerzen im Arm, grippale Symptome, Fieber, Kopfschmerzen

Zu Astrazeneca/Vaxzevria:

In sehr wenigen Fällen kam es, v.a. bei jüngeren Frauen, zu Hirnvenen-/Thrombosen. Nach der aktuellen Studienlage geht man von einer Vakzin-induzierten prothrombotischen Immunothrombozytopenie VIPIT aus.

Nach aktuellem Studienstand besteht für Patienten, die Thrombosen in der Vorgeschichte hatten oder eine Gerinnungsstörungen haben KEIN erhöhtes Risiko nach einer Impfung mit Vaxzevria. Aufgrund der vereinzelten Vorkommnisse, empfiehlt die STIKO den Impfstoff aktuell nur für über 60Jährige. Die europäische Arzneimittelkommission hat sich dem nicht angeschlossen. Sie schätzt weiterhin den Nutzen der Impfung, den Patienten vor einer schweren Covid 19-Erkrankung zu schützen, deutlich höher ein, als das Risiko eine schwerwiegende Impfnebenwirkung zu erleiden. Aktuell können sich in Hessen auch Personen unter 60Jahren, nach individueller Aufklärung, wieder mit Vaxzevria impfen lassen.